Nach dem starken Auftritt gegen TuS Leutzsch wollten die Lindenauer bei der Reserve von Blau-Weiß nachlegen. In der Vergangenheit waren die Spiele zwischen beiden Teams im Stadion der Freundschaft eher von zäher Natur und auch diesmal wurde es kein Fußball-Leckerbissen…
Zum Abschluss der englischen Woche gastierte der TuS aus Leutzsch auf dem Charlottenhof. Für die Leutzscher war es bereits das 2. Derby binnen weniger Tage, nachdem man am Mittwoch etwas überraschend bei der Spielvereinigung mit 0:2 verloren hatte. Die Lindenauer hatten hingegen in der Woche mit 5:1 bei Lipsia II ihre Hausaufgaben erledigt und schienen somit im Vorfeld etwas besser für das Nachbarschaftsduell gerüstet zu sein…
Nach dem 3:2-Auswärtssieg gegen den LSC ging es in der englischen Woche direkt in der Fremde weiter und man reiste am Mittwoch-Abend nach Eutritzsch zur Lipsia-Reserve. Diese konnte sich aufgrund der Spielausfälle am Wochenende etwas mit Spielern des Landesklasse-Kaders verstärken, was eine spannende Partie vermuten ließ…
Trotz Dauerregens fand die Partie beim Leipziger SC als einziges Naturrasenspiel der Stadtliga an diesem Wochenende statt. Erstaunlicherweise war der Platz tatsächlich in einem guten Zustand und ordentlich bespielbar…
Am Ostermontag reisten die Lindenauer zu Turbine Leipzig zum Stadtpokalviertelfinalspiel beim Stadtklasse-Zweiten. Das Ziel war natürlich der Einzug ins Halbfinale, aber schon bei der Begehung des Platzes war klar, dass auf dieser „Buckelpiste“ ein ansehnliches Fußballspiel kaum möglich war…
Nach der ersten Saisonniederlage in Schleußig galt es im Heimspiel gegen den FSV Großpösna mit einem Sieg umgehend in die Erfolgsspur zurückzufinden. Die von Hans-Jörg Leitzke trainierten Pösnaer hatten bisher in der Fremde noch keinen Sieg errungen und ginge es nach den Lindenauern durfte dies gern so bleiben…
Nun ist es also geschehen: nach 20 Pflichtspielen in dieser Saison mit 16 Siegen und 4 Unentschieden hat es die Lindenauer erstmals erwischt. Im Spitzenspiel in Schleußig unterlag man am Ende verdient mit 2:4 und wurde damit in der laufenden Saison erstmals bezwungen…
Englische Woche war für die Lindenauer angesagt: nach dem 3:1-Sieg gegen starke Mölkauer am Sonntag wartete mit der SG Olympia der nächste Brocken auf die 1848er. Nach 2 Spielausfällen hatte der FVSL das Spiel auf den Charlottenhof verlegt, so dass Lindenau gegen die SGO auf dem heimischen Kunstrasen spielen durfte…
Die Mölkauer kamen mit der Empfehlung eines 3:0-Sieges in Leutzsch gegen die Chemie-Reserve auf den Charlottenhof und konnten mit einem Sieg in Lindenau noch einmal in das Meisterschaftsrennen eingreifen. Die 1848er hingegen durften noch nicht einmal im neuen Jahr in der Liga ran und wussten nach Ausfällen gegen Stötteritz, Olympia und Eutritzsch II noch nicht wo sie leistungsmäßig aktuell stehen…
Mit tiefer Bestürzung hat unser Verein die traurige Nachricht aufgenommen, dass unser langjähriges und verdienstvolles Mitglied Michael Rohn im Alter von 70 Jahren verstorben ist.
Michael Rohn wurde am 28.4.1952 geboren. Aus seinem Spitznamen „Micke“ wurde in Lindenau schnell „Mücke“. Wohl nicht zuletzt aufgrund seiner geringen Körpergröße. Dennoch war „Mücke“ menschlich ein ganz Großer und war äußerst beliebt. Als Spielervati war er ab 1993 mit dem Verein eng verbunden und wurde 1994 Mitglied in der Abteilung Fußball. Er gründete mit anderen Mitstreitern die sogenannte „Vätermannschaft“, die ursprünglich vornehmlich aus Vätern von Lindenauer Nachwuchsspielern bestand und bis heute mit noch einigen Gründungsmitgliedern existiert. Später wurde „Mücke“ Spieler und Trainer unserer Seniorenmannschaft.
Mit seiner humorvollen und geselligen Art fand „Mücke“ schnell Freunde und war im Verein äußerst beliebt. Sein Engagement war stets vorbildlich, egal ob bei Arbeitseinsätzen, im Sportlichen Bereich oder bei Organisatorischen Dingen. Für seine Verdienst erhielt er 1998 die Ehrennadel in Bronze vom Verein.
Aufgrund der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt in Leipzig zog es „Mücke“ zwischenzeitlich nach Bayern, wo er Arbeit fand. Verbunden blieb er mit seiner Heimat und unserem Verein aber immer.
Leider setzte „Mücke“ eine Krebserkrankung gesundheitlich schwer zu, aber auch hier zeigte er sich als „Kleiner Mann mit großem Kämpferherz“ und gab nicht auf, sondern nahm den Kampf gegen die Krankheit an. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig pflegte er auch wieder den direkten Kontakt mit seinen „alten Lindenauer Freunden“. Der Treff mit Plausch beim Kaffee im Lindenauer Kaufland war schon Routine und gehörte zum festen Ritual.
Wir nehmen Abschied von einem verdienstvollen Mitglied unseres Vereins und einem tollen Menschen, der uns in positiver Erinnerung bleiben wird. Ruhe in Frieden und Danke für alles, liebe „Mücke. Den Hinterbliebenen möchten wir unser aufrichtiges Beileid aussprechen und viel Kraft wünschen.