1.Herren: 3:3 gegen Lipsia II – Lindenauer verschenken Sieg

Fußball bleibt ein Ergebnissport. Diese bittere Erkenntnis stand einmal mehr bei den Lindenauer nach Abpfiff. Zuvor hatten die Mannen vom Charlottenhof zwar eine starke Leistung über 90 Minuten gezeigt, brachten sich aber durch einfache Fehler und vermeidbare Gegentore um den Lohn ihrer Mühen.

Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten hatten die Lindenauer die Partie schnell im Griff und brachten Lipsia ein ums andere Mal mit schnellen Angriffen in Schwierigkeiten. Die Eutritzscher hatten ihre Offensivaktionen fast ausschließlich über ihre Allzweckwaffe Tim Teichert. Dessen Fallrückzieher war zwar ungefährlich für das Lindenauer Tor, aber die beste Angriffsaktion der Eutritzscher in der ersten Dreiviertelstunde.

Lindenau führte hochverdient, nachdem der starke Strobel auf Ken Schreiber quergelegt und dieser zum 1:0 eingeschoben hatte.

Lindenau baute die Führung aber trotz guter Möglichkeiten nicht weiter aus. Ein Manko der bisherigen Saison, welches auch in dieser Partie Bestand hatte. Zudem verweigerte der insgesamt ordentlich pfeifende Schiedsrichter Clement den Lindenauern einen glasklaren Handelfmeter.

Siaya und Pöschel verzogen zwei weitere gute Möglichkeiten, die sehenswert herausgespielt wurden und so griff das alte Sprichwort „wenn Du sie vorne nicht machst,dann…

Lipsia bekam mit dem Pausenpfiff einen Freistoß, der hoch vor das Lindenauer Tor geschlagen und per Kopf in die Maschen verlängert wurde. Absolut schmeichelhaft für die Hausherren, aber unterm Strich stand es 1:1 zur Halbzeit.

Nach der Pause kam es noch dicker für die Gäste: der nächste Freistoß wurde von Lipsia hoch vor das Tor geschlagen und eine im Tiefschlaf versunkene Lindenauer Hintermannschaft ermöglichte plötzlich das 2:1 für Eutritzsch und hatte die Partie plötzlich aus der Hand gegeben.

Doch Lindenau kämpfte, stemmte sich gegen eine erneute Niederlage. Schreiber kam einmal mehr sehenswert über links und schob quer zum zweiten Pfosten, wo Johannes Gerber zum 2:2 einschob. Nur zwei Minuten später der nächste tolle Lindenauer Angriff: wieder kommt Schreiber über links, legt zurück zu Gerber, welcher den Ball zu Peter Pöschel weiterleitet, der diesen zum vielumjubelten 3:2 einnetzt.

Der Eutritzscher Schlussmann verhinderte dann das mögliche 2:4 mit guter Parade gegen Gerber. Als die 3 Punkte schon fast „eingetütet“ schienen kam – sie ahnen es – erneut ein langer Freistoß der Eutritzscher. Torhüter Böttcher geht zum Ball, kann diesen im Getümmel in der Luft nicht festhalten und Lipsia staubt zum 3:3-Endstand ab.

Fazit: Die Leistung der Lindenauer war heute wirklich stark. Drei sehenswert herausgespielte Auswärtstore sind Beleg dafür. Dass diese nicht zum Sieg reichten, lag am nachlässigen Abwehrverhalten bei Standards. Hier muss man sich steigern, damit Aufwand und Ertrag wieder in einem angemessenen Verhältnis stehen.