1.Herren, Stadtliga, 3. Spieltag: SV Lindenau 1848 – BSG Chemie II 4:1 (1:0)

Aufsteiger Lindenau mit 4:1-Sieg gegen Chemie II

Nach großer Personalnot zu Saisonbeginn entspannte sich erstmals die Lage bei den Blau-Weißen.
Lindenauer Kreis© SV Lindenau 1848 e.V.

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„Gekommen um zu bleiben“ ist das Motto für den SV Lindenau 1848 nach zwei Aufstiegen in Folge. Nach großer Personalnot zu Saisonbeginn entspannte sich erstmals die Lage bei den Blau-Weißen. Die derbe 0:6-Klatsche gegen die Sterne sollte gegen die ebenfalls noch punktlose Chemie-Reserve wettgemacht werden.

Und in der Tat wirkte Lindenau diesmal hochmotiviert und -konzentriert. In Halbzeit 1 entwickelte sich eine rassige Partie mit der ein oder anderen Chance auf beiden Seiten. Chemie hatte im ersten Durchgang 2 gute Möglichkeiten. Die erste entschärfte Lindenau-Keeper Fuchs glänzend, bei der zweiten verfehlte der Chemie-Angreifer das Tor knapp. Lindenau konnte selbst einige Möglichkeiten verbuchen und ging durch Ken Schreiberin Führung. Schreiner hatte nach starker Balleroberung und sensationellem Flankenlauf auf dem linken Flügel auf den quirligen Stürmer quer gelegt und dieser umkurvte den BSG-Schlussmann ganz cool und schob abgezockt ein.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Hausherren, die den besseren Start erwischten. Ken Schreiber bereitete über rechts vor und bediente seinen Bruder Kevin Schreiber und dieser schob aus Nahdistanz zum 2:0 ein und belohnte sich für seine starke Leistung.

Danach hatten die Lindenauer mehrfach die Chance zum 3:0, konnten aber keine nutzen. Peter Pöschel’s Kopfball landete auf der Querlatte und Stephan verfehlte nach einem Abpraller des Chemie-Keepers im Nachsetzen das Tor um Zentimeter. Einen Kracher von Peter Pöschel konnte der BSG-Torwart dann aber glänzend parieren.

So kam Chemie wie aus dem Nichts zum 1:2 und Lindenau schien nochmal ins Wackeln zu kommen. Fuchs verhinderte stark im 1 gegen 1 den Ausgleich, aber ansonsten ließ die gute Lindenauer Defensive um Binner und Roßberg nicht viel zu.

Auf der Gegenseite dann die Entscheidung: Ken Schreiber setzt sich über rechts trotz Foulspiels durch und zirkelt den Ball im Strafraum mit links lang in den Winkel. Ein herrliches Tor, welches die 117 Zuschauer in Begeisterung versetzte, insofern sie nicht in Grün-Weiß gekommen waren.

Kurzer Aufreger noch als nach einer Ecke der Ball im Strafraum aus Nahdistanz an einen Lindenauer Arm sprang, aber der Schiedsrichter zum Unmut der BSG weiterspielen ließ.

Den Schlusspunkt markierte ebenfalls Ken Schreiber in der Schlussminute, als er der Chemie-Abwehr enteilte und mit viel Übersicht zum 4:1 einschob.

Danach war Schluss und die Lindenauer bejubelten den ersten Stadtliga-Dreier.

Fazit: Das 0:6 der Vorwoche hatte man gut verdaut und abgehakt. Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung erkämpften und erspielten sich die Blau-Weißen der ersten Saisonsieg und das völlig verdient. Mit dieser Einstellung, diesem Teamgeist und soviel Herzblut ist der Klassenerhalt in jedem Falle möglich.