1.Herren, Stadtliga 17.Spieltag: 4:4-Fußballspektakel bei Spitzenreiter Roter Stern

Vor Spielbeginn kam bei den Gästen aus Lindenau schon Heimspiel-Atmosphäre auf, als der RSL-Stadionsprecher die Lindenau-Hymne in voller Länge abspielte, aber mit Anpfiff war das Geschichte und die überwiegend RSL-Fans unter den 250 anwesenden Zuschauern peitschten ihr Team nach vorn.

RSL-Jubel

Die Gäste aus Lindenau wirkten davon unbeeindruckt und hielten konzentriert dagegen. Aus dem Spiel heraus waren es auch die Gäste, die über 90 Minuten mehr Gefahr ausstrahlten während der RSL nach Standards glänzte und alle seine 4 Tore nach solchen erzielte.

Das 0:1 erzielte Robert Pöschel nach einer Ecke mit sehenswertem Kopfball. Die Hausherren monierten ein vorangegangenes Foulspiel und hatten damit wohl recht. 

Peter Pöschel setzte sich dann stark durch und wurde im Sechzehner per Foul am Abschluss gehindert, was folgerichtig Elfmeter nach sich zog. Die regelkonforme Rote Karte wegen Verhinderung einer klaren Torchance ließ der Unparteiische großzügig stecken und zeigte lediglich gelb. Der Gefoulte verwandelte den Strafstoß sicher zum 0:2.

Nach einem langen Einwurf wurde es unübersichtlich im Lindenauer Strafraum und ein Kopfball rutschte unter Keeper Fuchs zum Anschlusstreffer durch.

Kurz darauf war erneut Peter Pöschel der Sterne-Abwehr enteilt und wurde abermals mit Foul gestoppt. Auch hier wäre Rot möglich gewesen. Den Freistoß hämmerte Robert Pöschel aus 28 Metern an die Lattenunterkante, wobei der gute RSL-Schlussmann noch mit den Fingerspitzen dranwar.

Nach der Pause versuchte der Stern auf den Ausgleich zu drücken, aber die gefährlichen Lindenauer erzielten stattdessen durch Ken Schreiber mit tollem Flachschuss das 1:3.

Die Sterne steckten nicht auf und gaben weiter Gas. Nach einem Pfostenkopfball gelingt ihnen wenig später der 2-3-Anschlusstreffer. Die Chance zum Ausgleich bekam der RSL nach einem irregulären Elfmeter: obwohl der Ball noch gar nicht im Spiel war (Einwurf nicht ausgeführt) entschied der Schiedsrichter nach einem Zusammenstoß am oder im Lindenauer Strafraum zunächst auf Freistoß und nach Rücksprache mit dem Assistenten auf Elfmeter. Fuchs konnte den Strafstoß parieren, so dass diese Entscheidung ohne Folgen blieb.

Der Ausgleich folgte dennoch: an der Seite wertete der Assistent einen fairen Zweikampf um den Ball als Foul und der hoch vor das Tor geschlagene Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Ausgleich und natürlich grenzenloser Jubel bei den Sternen.

Die Lindenauer aber waren noch nicht tot und nach tollem Pass von Ken Schreiber schob Viet-Hai Nguyen abgeklärt zum 3:4 ein. Wahnsinn – die Gäste außer sich!

Doch auch die Sterne kamen nochmal und stocherten den Ball erneut nach einer Standard irgendwie über die Linie. 4-4 und Ende in einem emotionalen und mitreisenden Kick, der schlichtweg keinen Verlierer verdient hatte. So macht Fußball den Zuschauern Spaß und auch von den Beteiligten konnten letztlich alle mit diesem Resultat leben.

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