1.Herren: 5:0-Auswärtssieg bei Lok II – Gelungenes Comeback nach 225 Tagen ohne Spiel

Sage und schreibe 225 Tage hatten die Lindenauer Kicker kein Spiel absolviert. Am Sonntag war es endlich wieder soweit und es wurde in Probstheida die 3.Runde im Leipziger Stadtpokal angepfiffen. Gegen die Lok-Reserve waren die Lindenauer als Stadtliga-Erster natürlich vom Papier her klarer Favorit, aber wo man leistungsmäßig nach so langer Pause steht, war weniger klar.

Die Lindenauer begannen feldüberlegen und kontrollierten die Partie von Beginn an. Einzig der letzte Zug zum Tor fehlte und wenn die Gäste doch mal zum Abschluss kamen, war beim stark aufspielenden Lok-Keeper Schluss, der sich mehrfach auszeichnen konnte. So sicherte er gegen Peter Pöschel, Oehlmann, Gano und Wiltzsch lange die Null und hielt sein Team im Spiel. Und als er gegen Gano’s Flachschuss doch mal machtlos war, rettete der Pfosten für ihn. Offensiv hatte Lok nicht viel zu bieten, lauerte aber auf Konter. Nach einem langen Ball war die Lindenauer Abwehr plötzlich überspielt, aber Torhüter Reher klärte in Libero-Manier aufmerksam und mit etwas Glück. Ansonsten fielen ein paar der Lok-Akteure vornehmlich durch ihre harte Gangart auf, was Rahali und später Klemm schmerzhaft zu spüren bekamen. Fast mit dem Pausenpfiff ging der Favorit dann doch noch in Führung: Peter Pöschel setzte nach gehaltenem Schuss reaktionsschnell nach und flankte auf Adulai Gano, der zum 0:1 einköpfte. Hochverdiente Pausenführung, aber immer noch Luft nach oben…

In der Halbzeitpause wurde nachjustiert und ein paar Stellschrauben für die 2.Hälfte gedreht. Gewechselt wurde auf Lindenauer Seite zunächst aber noch nicht. Die optische Überlegenheit der Gäste setzte sich auch nach Wiederanpfiff fort, aber Lindenau wirkte jetzt zielstrebiger. Oehlmann bediente Peter Pöschel und der Kapitän netzte abgezockt ein – 0:2. Das schönste Tor des Spiels war gleichzeitig die Vorentscheidung: Robert Pöschel mit herrlichem Seitenwechsel auf Stämpfli, der den Ball sauber „ansaugte“ und mustergültig auf Adulai Gano flankte, der per Kopf zunächst noch am Keeper scheiterte, aber im Nachsetzen einschoss. Lok hatte nun nicht mehr viel entgegenzusetzen und netzte gar selbst per Eigentor zum 0:4 ein. Es bleibt das Geheimnis der Nr. 16, was dann auf Höhe der Eckfahne im Kopf vorging, als er mit Anlauf und gestreckten Beinen in Lindenau’s Klemm sprang, der daraufhin verletzt das Spielfeld verlassen musste. Ebenso unklar wie dieses brutale Foul war die Bestrafung mit Gelb durch den Schiedsrichter. Lindenau musste nun in Unterzahl weiterspielen, da mit Rodriguez Garcia, Gerber und Pitsch zuvor bereits 3 Spieler eingewechselt wurden. Lok’s Nr. 16 holte sich dann doch noch den roten Karton ab, als er die 2. Gelbe sah, wodurch zahlenmäßig nun wieder Gleichstand hergestellt wurde. Das 0:5 erzielte Johannes Gerber, der einen durch Robert Pöschel per Kopf quergelegten Freistoß von Rodriguez Garcia nur noch über die Linie drücken musste. Danach war Schluss und Lindenau zog problemlos ins Achtelfinale ein, musste mit Rahali und Klemm aber zwei verletzte Spieler nach harten Fouls beklagen.

Fazit: Dass nach so langer Spielpause nicht alles rund läuft, ist selbsterklärend. Dennoch zeigten die Lindenauer eine ordentliche Leistung und spielten ansehnlichen Fußball. Nun gilt es im Training Gas zu geben und sich ordentlich auf das Achtelfinale vorzubereiten. Der Gegner wird am heutigen Montag gelost.