1.Herren: 4:1-Sieg gegen Lipsia II – Schreiner-Comeback nach 589 Tagen

Lindenau lief heute zu Ehren des kürzlich verstorbenen Wolfgang Hantschke mit Trauerflor auf. Ebenso das Schiedsrichterkollektiv, welches die Verdienste von „Wolle“ mit einer Schweigeminute würdigte, in deren Anschluss einige feuchte Augen auf der Lindenauer Bank zu sehen waren.

WH-MS

Diese schweren Momente gehören eben auch zum Fußball. Der eine verließ uns leider, ein anderer kehrte dafür zurück. 589 Tage war es her, dass Max Schreiner sich im Stadtliga-Spiel bei Lok Nordost das Schien- und Wadenbein brach und seitdem kein Spiel mehr für die Lindenauer bestreiten konnte.

Am Sonntag war es soweit: Rückkehr auf den grünen Rasen und das nicht in einem Freundschaftsspiel, sondern gleich in einer Stadtligapartie.

Zunächst begannen die Gäste aus Eutritzsch etwas besser als die Hausherren. Chancen gab es auf beiden Seiten, ehe Ken Schreiber nach toller Vorarbeit von Max Schreiner das 1:0 erzielte. Danach hätte Lindenau die Führung ausbauen können, wenn nicht sogar müssen. Erneut nach starker Kombination parierte der Gästekeeper einen tollen Linksschuss von Max Herzog sehenswert. Auf der Gegenseite wurde die Lindenauer Abwehr mit einem langen Ball überrumpelt und so erzielte Teichert den Ausgleich mit tollem Heber.

Lindenau gelang noch vor der Pause die erneute Führung als Max Herzog den Torhüter „tunneln“ konnte.

Nach der Pause wurde die Partie zunehmend einseitiger. Lindenau jetzt immer besser und mit Möglichkeiten am Fließband. Einer hatte dem Trainerteam in der Pause besonders gut zugehört und erkannte dass der Lipsia-Schlussmann erneut zu weit vor seinem Gehäuse stand. Max Schreiner zog von der linken Seite nach innen und zog aus 30 Metern überlegt ab und erzielte mit dem „Tor des Tages“ das 3:1. Die Lindenauer verpassten es dann lange Zeit den Sack zuzubinden, ehe Ken Schreiber nach starker Vorarbeit von Nico Oehlmann den 4:1-Endstand markierte.

Fazit: Am Ende eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem mehr als verdienten Sieger. Wolfgang Hantschke wäre heute stolz auf seine Lindenauer gewesen. Das Comeback von Max Schreiner überstrahlte nach so einer langen Zeit alles und seine Erleichterung nach dem Tor war für jeden spürbar. Im letzten Spiel sollten die Lindenauer nun zum Saisonabschluss die heutige Leistung bei Lok Nordost bestätigen.