2:2 gegen LSV Südwest – Lindenau erkämpft sich nach 0:2 noch Punkt gegen Spitzenreiter

Die Favoritenrolle lag vor dem Spiel klar beim LSV, denn mit 47 geschossenen Toren hatte die Angriffsmaschine eine tolle Offensivbilanz vorzuweisen. Chancenlos sahen sich die Lindenauer aber nicht, zumal die 1848er in dieser Saison noch kein Team auf dem Charlottenhof geschlagen hatte…

Endstand nach 93 Minuten…

Die Partie gestaltete sich im ersten Durchgang weitestgehend ausgeglichen, wobei besonders die Lindenauer einige Ausrufezeichen in der Offensive setzten und die LSV-Defensive einige Male düpierten. Nur im Abschluss oder dem finalen Pass zeigten die Hausherren Schwächen. Um so ärgerlicher, dass der Spitzenreiter quasi aus dem Nichts in Führung ging. Nach einer Ping-Pong-Einlage sprang der Ball Patrick Böhme vor die Füße und der Führende der Stadtliga-Torjägerliste schob zum 0:1 ein. Danach verhinderten die Lindenauer mit vereinten Kräften das 0:2 und berappelten sich wieder. Ob unverdient oder nicht spielte keine Rolle, die knappe Pausenführung für den Spitzenreiter hatte Bestand.

Lindenau kam auch vom Pausentee engagiert zurück und suchte den Ausgleich. Das Spiel bot gute Unterhaltung, auch wenn große Torchancen zunächst Mangelware blieben. Als Boysen dann zu ungenau vorm eigenen Strafraum querspielte, war es erneut Böhme, der die Gäste mit dem 0:2 komfortabel in Führung brachte. Nun war es für die Hausherren ein schmaler Grat, denn vorn benötigte man für ein Comeback unbedingt ein Tor und hinten drohte der Knockout. Als Geburtstagskind Oehlmann Ken Schreiber bediente und dieser sich geschickt durchsetzte, hatten die Lindenauer Anhänger bereits den Torschrei auf den Lippen, aber der Ball ging knapp am Pfosten vorbei.

Scharch beim Interview

Die Zeit verstrich und es drohte die erste Heimniederlage trotz couragierter Leistung. Plötzlich war Ken Schreiber der LSV-Abwehr enteilt, umkurvte den Torwart und schob zum 1:2-Anschluss ein. Toll gemacht und gleichzeitig der nötige Hoffnungsfunke für die Schlussphase. Scharch zeichnete sich unterdessen im Tor der Lindenauer aus und vorn suchte man irgendwie den „Lucky Punch“. Der kam in Form von Simon Liefeldt: Binner zirkelte einen Freistoß vor das Gästetor, wo Müller-Schumann – kurz „Müsch“ – den Ball über die Südwest-Defensivreihe köpfte und besagter Liefeldt das Leder sehenswert volley in die Maschen presste. 2:2 ! Jubeltraube ! Wenig später der Abpfiff… Wahnsinn…

Fazit: Die Lindenauer zeigten als Underdog eine tolle Moral und erkämpften sich einen wichtigen Punkt. Somit bleibt man in dieser Spielzeit auf dem Charlottenhof noch unbezwungen und kann nun mit breiter Brust in das letzte Heimspiel des Jahres gegen Nachbar TuS Leutzsch gehen. Derbytime…