1.Herren: 4:2-Sieg gegen MoGoNo in einem packenden Spiel

Nach Abpfiff der Partie grüßt der SV Lindenau 1848 vorerst von der Tabellenspitze in Leipzig’s höchster Spielklasse. Der Weg dahin war aber äußerst steinig und zwischendurch schienen die starken Gäste aus Gohlis gar die Punkte vom Charlottenhof zu entführen…

Am Ende stand ein 4:2 für die Lindenauer Jungs…

Die Lindenauer begannen couragiert und mit viel Biss. Besonders mit der quirligen Lindenauer Offensiv-Abteilung hatten die Gohliser ihre Probleme. Der erste Aufreger direkt in den Anfangsminuten als Oehlmann im Sechzehner attackiert wurde, ihm aber der Elfmeterpfiff verwehrt blieb. Eben jener bärenstarke Oehlmann eroberte dann den Ball per Kopf und leitete direkt zu Ken Schreiber weiter, welcher in die Gasse durchsteckte und Nico Oehlmann traf zum 1:0. Danach trat ein altes Lindenauer Leiden zu Tage: man verpasste es das 2:0 zu machen. Peter Pöschel’s Aufsetzer parierte der Gohliser Schlussmann glänzend und Gerber schoss nach einer Standardsituation aus Nahdistanz drüber. So kam MoGoNo immer besser ins Spiel, auch dank des knappen Resultats. Beim Ausgleich bekamen die Gäste dann allerdings tatkräftige Unterstützung vom Schiedsrichter: ein Foul (drüberhalten) an Abwehrchef Robert Pöschel bewertete der Spielleiter zum Entsetzen der Lindenauer andersrum und zeigte auf den Punkt. Eine unfassbare Fehlentscheidung. Die Gohliser nutzten den Strafstoß zum Ausgleich und gingen wenig später gar in Führung. Die Lindenauer waren wohl noch von der Elfmeter-Situation irritiert bzw. konsterniert und so köpfte ein nicht all zu groß gewachsener MoGoNo-Spieler unbedrängt am Fünfmeterraum nach einer Ecke zum 1:2 ein. Das Spiel war zu Gunsten der Gäste gedreht und die Lindenauer mussten sich nun in der Kabine sammeln und neu justieren…

Der 2.Durchgang plätscherte zunächst so vor sich hin. Großchancen gab es keine, aber MoGoNo schien nun die Partie zu kontrollieren. Wäre da nicht Ken Schreiber gewesen: quasi aus dem Nichts hämmerte er den Ball nach Pöschel-Freistoß von der rechten Seite millimetergenau ins linke Dreiangel – ein Traumtor und zugleich der „Dosenöffner“ für die Hausherren. Nur wenig später eroberte Routinier Binner den Ball, leitete zu Oehlmann weiter, der sehenswert auf Gerber lupfte, welcher den Überblick behielt und auf Ken Schreiber zurücklegte. Dieser schloss eiskalt ab und drehte die Partie auf 3:2. Gohlis steckte aber nicht auf und wollte nochmals zurückkommen. Die Lindenauer kämpften leidenschaftlich und suchten ihrerseits die Vorentscheidung. Diese schien zum greifen nahe, als Siaya im Strafraum von den Beinen geholt wurde und es Strafstoß für Lindenau gab. Kapitän Peter Pöschel trat zum zweiten Mal in dieser Spielzeit an und scheiterte zum zweiten Mal. Sonst ein extrem sicherer Schütze, klappt es bisher für ihn nicht in dieser Saison. So blieb MoGoNo im Rennen und bließ zur Schlussoffensive. Die Lindenauer warfen sich in jeden Ball und vereitelten so jede gefährliche Situation mit vereinten Kräften. Den letzten Konter der Partie vollendete Nico Oehlmann zum 4:2-Endstand, nachdem er von Groß per Querpass bedient wurde. Für die Gäste gab es noch zwei Gelb-Rote Karten vom wenig souverän auftretenden Schiedsrichter, der sich selbst Probleme verschaffte in einer an sich sehr fairen und unterhaltsamen Stadtliga-Partie.

Fazit: Lindenau führt nach 8 Spielen das Klassement an und ist sicherlich die Überraschungsmannschaft der Stunde. Die Bodenhaftung wird aber auf dem Charlottenhof niemand verlieren und das Momentum richtig einordnen. Dennoch wird man nächste Woche beim LSC natürlich alles versuchen um die Spitzenposition zu behaupten, ehe es im Stadtpokal im Derby gegen TuS Leutzsch geht.