1.Herren: 2:2 in Engelsdorf – Lindenauer kassieren Last-Minute-Ausgleich

Personell sah es an diesem Ostermontag alles andere als rosig aus: nur noch 8 Spieler aus dem aktuellen Kader der 1.Mannschaft standen zur Verfügung und mit Michael Patzelt musste gar der Torwarttrainer zwischen die Pfosten. Vorweggenommen: der „Letzte Rest“ machte seine Sache mehr als ordentlich gegen ebenfalls personell angeschlagene Engelsdorfer.

Im ersten Durchgang setzten die Lindenauer die taktische Marschroute hervorragend um und ließen in 45 Minuten nicht einen einzigen Engelsdorfer Torschuss zu. Allerdings vergab man selbst gute Möglichkeiten durch Peter Pöschel, der im eins gegen eins am Schlussmann scheiterte und zweimal durch Marko Delic. Das mehr als verdiente 1:0 für die Gäste erzielte Nico Oehlmann mit tollem Freistoß. Die Lok aus Engelsdorf wirkte gehemmt und versprühte nicht im Ansatz den spielerischen Glanz aus dem Hinspiel. Stattdessen schienen die Hausherren Angst vor dem Lindenauer Umkehrspiel zu haben und wirkten so äußerst gehemmt. So stand es zur Halbzeit völlig zurecht 0:1.

Im zweiten Durchgang wurden die Hausherren aktiver, kamen aber zunächst zu keinerlei Torchancen. Lindenau besaß weiter die besseren Möglichkeiten und wirkte gefährlicher. Peter Pöschel’s Kopfball verfehlte das Tor nur knapp. Auf der Gegenseite fiel dann der Ausgleich aus dem nichts, sozusagen mit der ersten Engelsdorfer Möglichkeit, wenn man überhaupt von einer Torchance reden möchte. Ein weiter Einwurf springt an Freund und Feind vorbei bis in den Fünfmeterraum, wo auch Keeper Patzelt zu zögerlich agiert und die Lok durch Kapitän weichert per Kopf das äußerst schmeichelhafte 1:1 erzielt. Lindenau vom Ausgleich nicht geschockt erzielt auf der Gegenseite das 2:1. Dachten sie zumindest, aber der Assistent überstimmte seinen Schiedsrichter und entschied auf Torwartbehinderung. Nur eine von zahlreichen Fehlentscheidungen des Gespanns aus Nordsachsen, denn in dieser Situation war der Engelsdorfer Schlussmann weit entfernt vom Ball und chancenlos in Sachen Torverhinderung. Die erneute Führung fiel dennoch als Gerber sich auf der rechten Seite durchtankte und wunderbar auf Ken Schreiber quer legte, der nur noch einschieben musste. Kurze Zeit später war Schreiber erneut zentral durch, wurde aber vor dem Sechzehner rüde gelegt und die klare Torchance zu nichte gemacht. Gelb durch für den Engelsdorfer Verteidiger glich einem verspäteten Aprilscherz, denn an Rot führte in dieser Szene nichts vorbei.

Die Lok durfte als vollzählig weitermachen und schaffte in der Schlussminute den äußerst glücklichen Ausgleich. Strobel verursachte eine vermeidbare Ecke, in deren Folge die Engelsdorfer durch den langen Brandenburger mit dem zweiten Kopfballtreffer sich doch noch einen Punkt sicherten.

Fazit: Eine starke Lindenauer Vorstellung reichte am Ende nur zu einem Punkt. Dennoch zeigte man sich wie schon gegen Chemie in guter Verfassung und blickt nun voller Vorfreude auf das Pokalviertelfinale gegen Brehmer auf dem heimischen Charlottenhof.