1.Herren: 1:5-Debakel bei Tapfer

Konnte man dem 0:0 gegen TuS noch positives abgewinnen, so war dies nach Abpfiff der Partie bei Tapfer unmöglich. Nicht nur das Ergebnis war aus Lindenauer Sicht enttäuschend, sondern insbesondere die Darbietung der Mannen vom Charlottenhof.

Bereits nach gut 3 gespielten Minuten waren sämtliche taktischen Vorgaben über den Haufen geworfen, als Lindenau’s Kapitän Schreiber, der einen rabenschwarzen Tag erwischte und sich damit in bester Gesellschaft befand, einen gegnerischen Angreifer im Strafraum ungeschickt zu Fall brachte. Der fällige Strafstoß brachte die frühe Führung für die Hausherren aus dem nichts.

Das 0:2 war dann ein weiterer Beleg dafür, dass die Gäste an diesem Tag lieber an den Badesee gefahren wären als zum Stadtliga-Punktspiel. Innenverteidiger Bohle agierte im Sechzehner völlig passiv statt zu stören und so ließ sich der Tapfer-Spieler nicht zweimal bitten und versenkte den Ball aus dem Stand.

Nachdem Tapfer-Keeper Schwarze einen Drehschuss von Peter Pöschel nur abklatschen konnte, köpfte Jorma Depke zum 1:2 ins lange Eck.

Auf der Gegenseite drückte Abwehrchef Robert Pöschel seinen Gegenspieler vorm Strafraum ungestüm zu Boden und der Freistoß sprang vom Innenpfosten zu Keeper Fuchs, so dass es beim 1:2 aus Lindenauer Sicht blieb.

Die Gäste hatten dann zweimal die Chance zum Ausgleich: zunächst scheiterte der enteilte Peter Pöschel am herausstürzenden Torwart im eins gegen eins, ehe Robert Pöschel mit einem Heber am weit vor dem Tor stehenden Schwarze scheiterte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Hausherren nun recht tief und Lindenau hatte etwas Oberwasser. Peter Pöschel verpasste erneut knapp und Kevin Schreiber’s Halbvolley wurde geblockt.

Auf der anderen Seite profitierten die Hausherren von der quasi nicht vorhandenen Zweikampfführung der Lindenauer. Wie das sprichwörtlich „heiße Messer durch die Butter“ spazierte ein Tapferaner durch den Lindenauer Defensivverbund bzw. das was davon übrig geblieben war und netzte zum vorentscheidenden 3:1 ein.

In den Schlussminuten erhöhten die Hausherren noch durch zwei weitere Treffer auf 5:1, als sich die braven Gäste erneut wie Fahnenstangen ihrem Schicksal ergaben. Zu allem Überfluss musste Oleksiy Beck auch noch mit Handbruch ausgewechselt werden, was diesen rabenschwarzen Sonntag krönte.

Fazit: Ein Spiel zum vergessen. Der Lindenauer Fehlstart ist perfekt und insbesondere die gezeigte Leistung ist alarmierend. Nun gilt es sich ganz schnell zu straffen. Das Pokalspiel am kommenden Wochenende bei TuS Leutzsch ist bereits nach 2 Spieltagen ein „Spiel der Enttäuschten“.