1.Herren: 1:3 gegen Tapfer – Lindenauer zahlen Lehrgeld

Am Ende stand ein verdienter Sieg für die Gäste zu Buche, obwohl die abwechslungsreiche Partie auch anders hätte ausgehen können.

Von Beginn an entwickelte sich eine mit „offenem Visier“ geführte Partie, in der es zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten gab. So hätte Ken Schreiber’s 18-Meter-Schuss ans Lattenkreuz mit etwas mehr Fortune durchaus die Lindenauer Führung bedeuten können. Auf der anderen Seite klärten die Lindenauer nach Standards zweimal auf der Linie, wobei die Lindenauer über die gesamte Spielzeit anfällig bei Ecken und Freistößen wirkten. Als man sich quasi auf beiden Seiten schon mit einem 0:0 zur Pause angefreundet hatte, nutzten die Gäste vor der Pause doch noch nachlässiges Abwehrverhalten zum 0:1.

Nach der Pause begannen die Hausherren druckvoll, blieben aber im Abschluss ineffektiv. Gute Chancen wie bei Ken Schreiber’s Aufsetzer brachten nicht den erhofften Ausgleich und so nahm die Partie einen anderen Verlauf. Beck nahm im Sechzehner ungeschickt die Hände im Zweikampf zur Hilfe, so dass es Elfmeter für Tapfer gab, welchen die Gäste zum praktisch vorentscheidenden 0:2 nutzten. Die Hausherren hätten ihrerseits einen Strafstoß verdient gehabt, als Ken Schreiber rüde von Torwart und Verteidiger im Strafraum angegangen wurde. Allerdings gab es auch im zehnten Saisonspiel keinen Elfer für Lindenau…

Die angesprochene Anfälligkeit bei Standards sorgte dann für den endgültigen Knockout. Einen Freistoß von der linken Seite köpfte ein Gästespieler völlig frei am Fünfmeterraum zum 3:0 ein. Hier war die Lindenauer Hintermannschaft inklusive Torhüter Fuchs völlig indisponiert.

Tapfer hatte anschließend die Großchance zum 4:0 und Lindenau vergab seinerseits beste Möglichkeiten auf Resultatsverbesserung. Mit dem Abpfiff gelang Ken Schreiber mit schönem Schuss wenigstens noch das 1:3.

Fazit: Heute war man in der Offensive zu ineffektiv und in der Defensive zu unkonzentriert, um gegen eine Spitzenmannschaft wie Tapfer etwas zählbares mitzunehmen. Über weite Strecken gestaltete man eine interessante Stadtligapartie aber offen und trug seinen teil zum guten Niveau der Partie bei. Nun muss man die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen und bekannte Mängel abstellen.