1.Herren: 1.Kreisklasse Staffel 1, 12.Spieltag:

 

1.Kreisklasse Staffel 1, 12.Spieltag: SG Leipzig-Bienitz – SV Lindenau 1848

 

2:0-Sieg – Lindenau gewinnt packendes Duell gegen erstarkte Bienitzer

 

 

 

Der Spitzenreiter aus Lindenau musste diesmal auswärts bei den bisher enttäuschenden Bienitzern antreten, welche sich Anfang der Woche von Trainer Detlef Belger (früher Lindenau II) getrennt hatten. Bis zur Winterpause hat mit André Schneider ein alter Bekannter übernommen. Insider wussten, dass dies der SGB zu neuem Schwung verhelfen könnte, denn Schneider gilt als großer Motivator.

Es entwickelte sich dann auch ein packendes Spiel mit viel Tempo und Biss. Die Hausherren versuchten die spielerische Unterlegenheit mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft zu kompensieren und wurden vor allem nach Standards bei Kopfbällen gefährlich. So musste ein Lindenauer Verteidiger nach einer Ecke per Kopf auf der Linie klären. Nach einem langen Ball und Abstimmungsschwierigkeiten in der Hintermannschaft, lupfte ein Bienitzer Angreifer den Ball über Keeper Fuchs Richtung Tor, bevor beide zusammenprallten. Bekh klärte noch vor der Linie und prompt ertönte der Elfmeterpfiff. Den gar nicht mal schlecht geschossenen Strafstoß parierte Geburtstagskind Fuchs in großartiger Manier. Die Gäste standen nun besser und R.Pöschel und Bekh ließen aus dem Spiel heraus kaum noch etwas zu.

Lindenau kam nun selbst nach guten Spielzügen zu Torchancen. Zweimal Kapitän Kevin Schreiber und je einmal Schreiner und Ken Schreiber fehlte aber das Quentchen Glück im Abschluss, so dass es zur Pause beim 0:0 blieb.

Nach Wiederanpfiff startete eine Lindenauer Druckphase, in der die Hausherren Probleme hatten, sich zu befreien. Was fehlte, waren aber die Tore. Gute Spielzüge wurden entweder nicht gefährlich genug abgeschlossen (Bünning), von den aufopferungsvoll kämpfenden Bienitzern in höchster Not vereitelt (Schreiner, Ken Schreiber) oder es fehlten einfach ein paar Zentimeter wie bei Ken Schreiber's Schuss. So überstand die SGB diese Phase schadlos und kamen erneut nach Standards zu eigenen Möglichkeiten. Ein Kopfball landete an der Querlatte, ein weiterer wurde von Hammel erneut von der Linie geköpft. Das Spiel ging in die Schlussphase und längst war klar, wer hier das erste Tor erzielt, geht als Sieger vom Platz. Als Ken Schreiber der Bienitzer Abwehr enteilt war, wurde er unsanft von hinten gestoppt und die Gäste warteten nach dieser vermeintlichen Notbremse auf einen Pfiff des Unparteiischen – vergeblich! Weiterspielen zeigte dieser an und es wurde kurzzeitig hektisch. Kurz darauf brachte Lüdke eine Flanke von links gefährlich vor's Tor und der kleine Ken Schreiber köpfte zum vielumjubelten 1:0 ein. Folge: Rudelbildung in blau-weiß und Emotionen pur!

Bienitz wollte nochmal, lief aber in den Lindenauer Konter. Den abgefangenen Ball brachte Kleuver zu Ken Schreiber und dieser startete in unnachahmlicher Manier ein Solo aus der eigenen Hälfte und schob zum erlösenden 2:0 ein.

Erneut Ken Schreiber hatte dann noch eine Möglichkeit zum 3:0, legte aber mit Übersicht uneigennützig auf Wittke quer, welcher am langen Pfosten aber einen Schritt zu spät kam. Abpfiff, Sieg, Jubel…

Fazit: Ein Sieg der Moral trotz Personalsorgen nach einer leidenschaftlichen Partie gegen starke Bienitzer. Wie stark der Lindenauer Wille war, zeigt die Tatsache, dass Kapitän Kevin Schreiber 45 Minuten trotz Muskelfaserriss auf die Zähne biss und Maik Lüdke extra einen Tag Urlaub nahm, um mitkicken zu können. Carsten Hoffmann gab zudem sein Comeback. Ein geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Herz und Leidenschaft! Nun gilt es noch einmal die Kräfte zu bündeln und das letzte Spiel des Jahres auch noch zu gewinnen.

 

SV Lindenau: Fuchs – Kleuver, Bekh, R.Pöschel, Lüdke – Bünning, Hammel, Hering (90. Mädchen), Schreiber (46. Wittke) – Schreiner (88.Hoffmann), Ken Schreiber

 

Tore:

1:0 83. Ken Schreiber (Vorlage: Lüdke)

2:0 90. Ken Schreiber (Vorlage: Kleuver)

 

Gelbe Karten:

Hammel, Kevin Schreiber (Meckern), Kleuver (Foulspiel)